Wacker-Ringer beim Grand Prix von Deutschland mit durchwachsenen Ergebnissen

20.08.2018



Am vergangenen Wochenende fand in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle die 35. Auflage des Grand Prix von Deutschland satt – das bedeutendste internationale Turnier, das auf deutschem Boden ausgetragen wird. Insgesamt gingen in Dortmund 190 Ringer aus 25 Nationen an den Start, darunter auch fünf Athleten aus dem Burghauser Bundesliga-Kader. Beim Grand Prix von Deutschland wurde klassisch im griechisch-römischen Stil gerungen. Zudem Gilt der Grand Prix bedingt durch das hohe internationale Niveau für viele Sportler als gute Standortbestimmung vor den Weltmeisterschaften, die dieses Jahr in Budapest abgehalten werden.

Neuzugang Fabian Schmitt errang beim Grand Prix von Deutschland Bronze

In der leichtesten Gewichtsklasse ging Wacker-Neuzugang Fabian Schmitt auf die Matte, der nach seinem souveränen Deutschen Meister-Titel auch beim Grand Prix eine gute Figur abgeben wollte. Im Auftaktkampf traf Schmitt den US-Amerikaner Sam Hazewinkel, der für Schmitt keine große Hürde darstellte: mit 10:2 siegte Schmitt vorzeitig technisch überlegen. Weniger gut verliefen für Schmitt die beiden folgenden Duelle mit Max Nowry (USA) und Nugzar Tsurtsumia (Georgien), gegen die Schmitt jeweils Punktniederlagen einstecken musste. Da in der 55kg-Klasse im Pool-Modus gerungen wurde, qualifizierte sich Schmitt trotz der beiden Niederlagen für den Kampf um die Bronzemedaille, in dem er erneut auf Max Nowry traf, dem er zuvor noch mit 1:5 unterlegen war. Doch im kleinen Finale machte es Schmitt besser, zog die Richtigen Konsequenzen aus der vorangegangen Niederlage gegen Nowry und sicherte sich folgerichtig nach einer starken Leistung und einem 6:3 Punkt-Sieg die Bronzemedaille.

In der Gewichtsklasse bis 67kg traten mit Witalis Lazovski und Michael Widmayer gleich zwei Burghauser Ringer an. Für Michael Widmayer endete das Turnier bereits nach seinem ersten Auftritt. Im Duell mit dem Norweger Morten Thoresen musste sich Widmayer mit 0:3 nach Punkten geschlagen geben. Auch Witalis Lazovski musste sich bei seinem Turnier-Auftakt geschlagen geben. Mit  1:7 unterlag Lazovski dem späteren Goldmedaillen-Gewinner Gevorg Sahakyan (Polen). In der Hoffnungsrunde traf Lazovski auf eben den Morten Thoresen, der zuvor Michael Widmayer aus dem Turnier eliminierte. In einem knappen und ausgeglichenen Gefecht unterlag Lazovski am Ende mit 1:1 – einzig die zuletzt erzielte Wertung seines Gegners machte hier den Unterschied. Im Gesamtklassement landete Widmayer auf Platz 19, Witalis Lazovski erreichte den 13. Platz.

Ein bärenstarkes Turnier rang der Ungar Tamas Lörincz in der Klasse bis 77kg, für die er extra einige Kilo abkochte. Nach einem 4:0 Punktsieg im Auftakt-Gefecht mit dem Litauer Paulinus Galkinas zeigte Lörincz auch in den folgenden Kämpfen seine Extraklasse. So folgte zwei technisch überlege Siege gegen den Schweden Andre Isberg und den Türken Yunus Emre Basar. Im Halbfinale traf Lörincz anschließend auf den Polen Dawid Klimek, den er ebenfalls souverän mit 7:1 besiegen konnte. Im rein ungarischen Final-Duell stand Lörincz Zoltan Levai gegenüber. In einem taktisch geprägten Kampf setzte sich Levai denkbar kanpp mit 1:1 durch die zuletzt erzielte Wertung durch, sodass sich Tamas Lörincz mit dem Silberrang zufrieden geben musste.

Äußerst unglücklich verlief das Turnier für Ramsin Azizsir, der in der Klasse bis 97kg mit guten Medaillenchancen antrat. Im ersten Duell kämpfte Azizsir den starken Ungarn Ivan Nemeth mit 2:0 nieder, um im Achtelfinale auf einen weiteren Ungarn zu treffen. Dort dominierte Zsolt Török die erste Runde und ging mit 3:0 in Front. Erst in der zweiten Runde besann sich Azizsir auf seinen Stärken und glich im Kampfverlauf zum 3:3 aus. Doch die Freude währte nicht lange: nach einem tollen Wurf über die Brust fand sich Azizsir wenig später auf beiden Schultern wieder. Dabei zog er sich auch noch eine leichte Verletzung zu, sodass er in der Hoffnungsrunde nicht mehr antreten konnte und somit nur den 12. Platz belegte.

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