Kommentar zur Berichterstattung Dt. Meisterschaft Ringen

11.02.2018



Die Vorstandschaft des SVW Handball kommentiert den folgenden Artikel aus der PNP vom 29.1.2018

http://www.pnp.de/lokales/landkreis_altoetting/altoetting/2816213_So-feierten-die-Burghausener-den-historischen-Erfolg-ihrer-Ringer.html

„So feierten die Burghauser den historischen Erfolg ihrer Ringer“ – Man hätte erwartet, der Artikel würde der Überschrift gerecht. Leider lässt die Feder des Autors den Leser aber erstaunt zurück. Neben der Tatsache, dass der Artikel zusammenhangs- und lieblos geschrieben ist, beschäftigt er sich weder mit Feier, noch Historie oder Erfolg. Das Erreichte, die Einzigartigkeit dieses Erfolges für den SVW und die Ringerabteilung finden wenig Beachtung.

In gemeinsamer Absprache zwischen Ringer- , Handballabteilung und Hauptverein des SVW wurde beschlossen, den Livestream der Finalübertragung zu nutzen und so möglichst vielen Ringerfans Raum zu geben, die Finalkämpfe live und zusammen zu verfolgen. Es wurde verschoben, organisiert; es wurden Freiwillige mobilisiert, um dieses Event auf die Beine zu stellen. Pünktlich um 1930 Uhr, zum ersten Kampf, war der Stream hergestellt und Bild und Ton in der Qualität, die ein Internetstream zulässt, auf die beiden vorhandenen Leinwände projiziert. Auf größere Leinwände wurde aus Auflösungsgründen bewusst verzichtet. Diese hätten weiterer technischer Aufwendungen bedurft, welche in der Kürze der Zeit nicht aufbringbar und gleichzeitig unnötig gewesen wären. Die Forderung nach „Moderation und Musik“ macht unter Berücksichtigung der Tatsache, dass der Livestream von Fachmännern kommentiert wurde, überhaupt keinen Sinn.

Rund 400 Zuschauer sind, nach dem zugegebenermaßen desolaten Auftritt der Burghauser Handballer, in der Halle geblieben, um der Übertragung aus Köllerbach beizuwohnen. Es wurde diskutiert, gejubelt, beratschlagt, geschimpft und am Ende gefeiert. Mit Sicherheit ist eine Übertragung nie mit einem Live-Spektakel zu vergleichen. Es war jedoch auch nicht geplant, im Falle des Sieges Sektflaschen zur gegenseitigen äußeren Anwendung zu verteilen, oder eine Disco auf dem Hallenboden zu veranstalten.

Der Kampf selbst, die Unterstützung der Akteure und das Gefühl, gemeinsam „live dabei“ sein zu können, stand unseres Erachtens im Vordergrund.

Bei Ihrer Erwartungshaltung, lieber Autor, hätten Sie sich besser in einen der Fan-Busse gesetzt und wären in die nicht ausverkaufte Hermann-Neuberger Halle gefahren. Dort wäre es Ihnen vielleicht dann auch leichter gefallen, die herausragende, wahrhaft historische Leistung der SVW-Ringer entsprechend zu würdigen, ohne eben diesen Kern der Thematik mit einem reißerischen, halbherzig recherchierten Alibi-Artikel zu verfehlen. Zumindest haben Sie es geschafft, dass sich einige Leute im Sportverein Gedanken über das Geschriebene machen und sich sogar dazu berufen fühlen, Ihren Artikel zu kommentieren. Sie unterstreichen nachdrücklich weshalb die Artikel der Handballer seit geraumer Zeit selbstverfasst sind.

Ihre Aussagen zeigen, dass Sie die Message hinter der Aktion der beiden Abteilungen nicht verstanden haben. Sie demonstriert Sportsgeist, Einheit, abteilungsübergreifende Kommunikation und Unterstützung – eben Sportverein sein. Menschen motivieren und zusammen bringen ist nicht immer einfach und vor allem nicht Jedem gegeben. Allein die Tatsache, dass derart viele Leute dem Ruf der Ringer und Handballer gefolgt sind und den Kampf zusammen in der Halle gesehen haben, sowie die durchwegs positiven Stimmen nach dem verdienten Sieg der Ringer zeigen, was den SVW und Burghausen wirklich auszeichnen. DAS ist ein Grund zum Feiern und Stolz sein!

Es ist immer einfach, aus einer „sicheren“ Position Aktionismus vorzugaukeln. Ungemein schwerer ist es aber Aktionen umzusetzen, zu leben und dahinter zu stehen. Bei einem langjährigen Autoren wie Ihnen, hätten wir etwas mehr objektiven, fundierten und vor allen Dingen interessanten Journalismus erwartet – oder ist das zu viel verlangt?

Vorstandschaft SVW Handball

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