Ringen: Vergoldetes Wochenende

02.05.2017



Matthias Maasch wird erneut Deutscher Meister

Bis zuletzt war nicht sicher, ob Matthias Maasch bei den diesjährigen Deutschen Meisterschaften, die im sächsischen Pausa ausgetragen wurden, überhaupt antreten würde – überschnitt sich doch der Termin der Meisterschaften mit dem Geburtstermin von Maasch erstem Kindes. Da der Nachwuchs allerdings keine Anstalten mache auf die Welt zu kommen, konnte der werdende Papa beruhigt zu den nationalen Titelkämpfen aufbrechen. Dass am Ende Maaschs dritter Deutscher Meistertitel feststand, kam jedoch selbst für das Burghauser Aushängeschild etwas überraschend, der andere Ringer in der Favoritenrolle sah.

Matthias Maasch gewann zum dritten Mal den Titel des deutschen Meisters! Im Finale lies er Benjamin Hofmann keine Chance.

Es ist vollbracht - der dritte Deutsche Meistertitel ist unter Dach und Fach!

Die Siegerehrung - Matthias bekommt Gold!

Als Top-Favoriten der Klasse bis 71kg zählen für Maasch allen voran Weltmeister Frank Stäbler (TSV Musberg) und der Sieger des Grand Prix von Deutschland Maximilian Schwabe, der zudem in Pausa den Heimvorteil genießen durfte. Das Losglück meinte es für Matthias Maasch jedenfalls gut: gleich im ersten Kampf des Turniers trafen ausgerechnet Stäbler und Schabe aufeinander. In einem engen Duell setzte sich am Ende Frank Stäbler durch, der im weiteren Turnierverlauf mit Verdacht auf einen Innenbandriss im Knie die Segel streichen musste. Somit waren Maaschs größte Konkurrenten auf den Titelgewinn aus dem Rennen. Dieser Umstand soll aber Maaschs Leistung keineswegs schmälern.

Im ersten Kampf des Turnierverlaufs machte Maasch mit seinem Kontrahenten Tim Bitterling (RSV Frankfurt/Oder) kurzen Prozess. Nach zwei Aushebern, die jeweils mit vier Wertungspunkten bedacht wurden, endete der Auftaktkampf noch innerhalb der ersten Runde vorzeitig zu Gunsten des Burghauser Mattenfuchses. Im Viertelfinale traf Maasch auf Nils Böhm (ASV Schaafheim). Nach einem nicht ganz optimalen ausgeführten Armzug, der mit zwei Punkten bedacht wurde, sah sich Maasch wie aus dem Nichts in Rückstand geraten. So dränge Maasch seinen Gegner gegen Ende der ersten Runde über den Mattenrand hinaus. Doch anstatt der Wertung zu Gunsten des Burghauser Ringers erhielt Maasch auf Grund eines Griffs in die Finger seines Kontrahenten eine Verwarnung, was seinem Gegner zwei Punkte einbrachte. Bereits hier war sich das Kampfrichtergespann nicht einig. Da Maasch den Videobeweis einforderte, der am Ende erneut zu Gunsten seines Gegners ausfiel, erhielt dieser einen weiteren Punkt. Von dieser nicht nachvollziehbaren Entscheidung sichtlich verärgert, legte sich Maasch in der zweiten Runde nochmals richtig in Zeug und zermürbte seinen Gegner im Standkampf förmlich. Da es aber bis in die letzte Kampfminute dauerte, bis das Kampfrichtertrio ein Einsehen hatte und den sichtlich überforderten Nils Böhm in die Bodenlage schickte, machte Maasch erst kurz vor Kampfende mit einem weiteren Ausheber den Sack zu. Die Begegnungen des Halbfinals sollten dann die letzten Gefechte am Samstag sein – dort traf Maasch auf Dario Schmidhuber (SG Weilimdorf). Wie bereits im Auftaktgefecht des Turnieres lies Maasch erneut seinem Gegner nicht den leisesten Hauch einer Chance. Nach zwei mustergültigen Aushebern war auch das Halbfinale in Windeseile zu Gunsten von Matthias Maasch entschieden.

Am Sonntag standen dann die Kämpfe um Platz drei sowie die Finalkämpfe der jeweiligen Gewichtsklassen an. Wie bereits am Vortag hatte Matthias Maasch anscheinend keine Lust auf lange Kämpfe. Gegen den für die RWG Mömbris/Königshofen startenden Benjamin Hofmann dominierte Maasch den Kampfverlauf erneut nach Belieben. Obwohl Hofmann im Standkampf wacker dagegenhielt, spielte Matthias Maasch seine ganze Erfahrung aus und beherrschte seinen Gegner aus der Ring-Mitte heraus. Nach einem Takedown folgte ein erster Ausheber, nach der darauf folgenden angeordneten Bodenlage war der Kampf bereits entschieden: Nach zwei weiteren Aushebern und einer Verwarnung wegen Beinarbeit für Hofmann konnte sich Matthias Maasch über seinen dritten Titelgewinn bei deutschen Meisterschaften freuen.

Ein kurzes Turnier verlebte hingegen der zweite Wacker Starter - Witalis Lazovski. Nach einer etwas unglücklichen Auftaktniederlage gegen Niklas Ohff (KFC Leipzig) war das Turnier bereits nach einem Auftritt beendet. Da Ohff bereits im Folgekampf die Segel streichen musste, blieb Lazovski auch ein möglicher Einzug in die Hoffnungsrunde verwehrt. Dies bedeutete im Gesamtklassement der Gewichtsklasse bis 66kg am Ende den 13. Platz.

 

Ein Youtube-Video von Matthias FInalkampf finden Sie >>>HIER<<<

Vielen Dank an den KSV Pausa zur Bereitstellung der Fotos!

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